luxemburger worte // blog für wahrheiten und rechte

luxemburger worte

Jun 20 2009

// das wetter in luxemburg

Filed under: luxemburger allgemeine, luxemburger worte

Das Wetter in Luxemburg hat es recht schwer und einen schlechten Stand. Fragt man Luxemburger und hier lebende Ausländer, so bekommt man gleichermassen die Auskunft, daß es eigentlich immer regnet.

Gleich vorweg: Ich bin kein Meterologe. Sicher ist auch, daß man mit irgendwelchen Statisitiken belegen kann, daß es in Luxemburg tatsächlich mehr regnet als beispielsweise in der Atacama-Wüste. Trotzdem denke ich, daß es hier vor allem auch deshalb so häufig “in den Köpfen” regnet, weil eben alle der Meinung sind, daß es wirklich viel regnet. Punkt. So, wie eben alle der Meinung sind, daß Paris “wunderschön”, Berlin “so cool” und New York “einfach nur genial” sind. Genau weil alle das immer so genau wissen, ist jeder Spritzer vom Himmel eine Bestätigung der aufgedrängten und sich selbst zu eigen gemachten Theorie.

Nun ja. Meine persönliche Erfahrung ist die, daß es vor allem in Luxemburg-Stadt häufig kühler und bewölkter als beispielsweise im Moseltal ist. “Viel” mehr als in anderen Städten in denen ich gelebt habe, regnet es aber hier auch nicht. Häufig sieht die Wetterlage aus dem Wohnungsfenster zudem viel schlechter aus, als sie dann auf dem Fahrrad oder in der Natur dann wirklich ist. Es kommt also darauf an, zumindest einen Fuß vor die Türe zu setzen und nicht nur vor dem Fernseher über das “schlechte Wetter” da draußen zu lamentieren.

Aber das ist - wie so vieles in diesem Blog - rein subjektiv. :-)

Jun 20 2009

// und weiter geht’s!

Filed under: luxemburger arthur

Nachdem ich nun gut eineinhalb Jahre keine Artikel mehr für <> verfasst habe, ist nun die Zeit gekommen dieses Blog weiterzuführen; der kommende Nationalfeiertag drängt sich dafür als passende Gelegenheit geradezu auf!

Aber was ist mit arthur seit dem letzten Beitrag am 4. November 2009 passiert? Nun, zunächst einmal habe ich mich ganz gut und “aktiv” in Luxemburg eingelebt, das Land zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus, Bahn und Auto bereist - und immer noch nicht alles gesehen.
Auf vieles werde ich sicherlich in meinen kommenden Artikeln noch zurück kommen - man kann aber sicherlich eines ganz deutlich sagen: Es gibt so unheimlich viele schöne Orte in Luxemburg und Umgebung, die vielleicht auf den ersten Blick nicht zu sehen sind, die meisten Leute gar nicht kennen und die es zu entdecken gilt!

Nov 04 2007

// jetzt geht’s rund im luxemburger Zeitungsmarkt

Filed under: luxemburger worte

Seit kurzem gibt es mit “L’Essentiel” die erste Gratis-Pendlerzeitung in Luxemburg. Wie aus anderen Städten gewohnt, kann man sich diese aus Verteilboxen mitnehmen, welche an zentralen Punkten des öffentlichen Nahverkehrs aufgestellt wurden. Z.T. liegt L’Essentiel auch in Bussen aus - wobei die Busse der Stadt Luxemburg eine Ausnahme machen. L’Essentiel ist französischsprachig und kommt so daher, wie man es halt von Gratiszeitungen dieser Art gewohnt ist - recht schlicht und mit wenig Niveau; aber das erwartet man auch nicht. Gut ist, daß man über Themen aus Luxemburg (Dauerthema sind hier die hohen Mietpreise und die Schwierigkeit bezahlbare Wohnungen zu finden), aber auch Belgien, Deutschland und Frankreich informiert wird. Einer meiner luxemburger Kollegen stellte - nachdem ich ihm eine Ausgabe überlassen hatte (er selbst würde sie nie in die Hand bekommen, da natürlich mit dem Auto zur Arbeit im Stau steht) - fest, daß L’Essentiel “von diesem Sozialisten” verlegt würde.
So ist es keine Überraschung, daß Saint-Paul - der Verleger des Hofberichterstattungsorgans Luxemburger Wort - hier nicht nachstehen kann und - oh Wunder - zum 27. November eine eigene, ebenfalls in Französisch erscheinende Gratiszeitung mit dem Namen Point 24 nachlegt. So jubiliert das Wort auch schon und stellt fest, daß Point 24 eine “rein luxemburgische Zeitung” sein wird, die sich zudem der Qualität verschrieben hat und umfassende Informationen “natürlich mit Niveau” verbeiten wird.

Wie auch immer. Von ganz allein wäre man wohl nicht auf die Idee gekommen eine eigenes Produkt dieser Art auf den Markt zu bringen. Aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft - und das ist nicht so ganz schlecht.
Ein Gewinner steht aber in jedem Fall schon fest: Und das ist die Stadt Luxemburg - auch wenn man sich im Stadtrat noch die Köpfe darüber zerbricht ob denn nun die Genehmigung für dei Verteilung von L’Essentiel in Aufstellboxen nun rechtmäßig war oder nicht. Luxemburg hat für mich durch solch ein Medium eindeutig an Attraktivität gewonnen - und endlich bekommt auch der ein oder andere Grenzgänger (vielleicht) mit was in Luxemburg so vor sich geht…

Links:
L’Essentiel
Point 24
Das Luxemburger Wort zu “Point 24″

Okt 30 2007

// einkaufen in Luxemburg

Filed under: luxemburger worte

Einkaufen in Luxemburg ist ein recht komplexes Thema. Die Stadt Luxemburg möchte sich recht gerne als das Einkaufszentrum der Großregion positionieren. Blöd nur, daß alle Luxemburger momentan am Samstag nach Trier fahren und dort das ganze schöne Geld ausgeben, welches man von seiten der Politik viel lieber im Land behalten hätte. Interessant sind auch die Gründe, die ich von mehr als einem Luxemburger(!) schon gehört habe: In Trier könne man Deutsch sprechen, was in Luxemburg Stadt nicht gegeben sei und zudem seien die Verkäufer freundlicher als in Luxemburg. Nun, bevor ich jetzt weiter über die Vorzüge Triers als Einkaufsstadt spreche, möchte ich lieber das aufzeigen, was man in Luxemburg verbessern kann - denn schließlich ist dieses Blog nicht den trierischen Volksfreunden sondern den luxemburger Worten gewidmet.

Erstes Thema was mir bei “Luxemburg als Einkaufsstadt” einfällt, sind die Öffnungszeiten der Geschäfte in der Innenstadt. Um 18:00 Uhr ist dort unter der Woche allerspätestens Schluß - und man sollte es tunlichst unterlassen noch um 17:50 Uhr mit Kauf zu drohen! Hier versteht die Belegschaft wirklich überhaupt keinen Spaß. Davon abgesehen finde ich, daß der “Geschäfte-Mix” der Luxemburger Innenstadt ein etwas gewöhnungsbedürftiger ist. Neben den Boutiquen internationaler (Nobel-)Marken und einigen alteingesessenen - und daher leicht angestaubten - luxemburger Geschäften, findet sich für meinen Geschmack wenig wirklich Gutes; aber das muß ja nichts heissen. Was meiner Meinung nach auf jeden Fall fehlt ist ein größeres Kaufhaus. Gut, es gibt auch in Luxemburg die Einkaufszentren “auf der grünen Wiese” mit Öffnungszeiten bis 20:00 Uhr unter der Woche; aber die versprühen halt eben den Charme des Einkaufszentrums auf der grünen Wiese und sind vor allem auch auf der grünen Wiese (Stichwort: Verkehr).

Dabei hat die Luxemburger Innenstadt durchaus einiges zu bieten; gerade in Punkto Charme. Schade nur, daß der Verband der Geschäftsleute sich eher in Protektionismus übt als aktiv der Konkurrenz zu begegnen. Es gibt zwar einige gute Ideen, einen “Citymanager”, der (bzw. die - es ist eine Frau) sich aktiv um solche Dinge kümmern soll, und auch schon die ein oder andere tolle Aktion - richtige Dynamik kann ich aber nicht erkennen.
Die Einkaufszentren der Großregion - ich muß es leider schreiben, es ist die Wahrheit - sind wohl momntan eher Trier und Metz. Aber immerhin bewegt sich etwas - einfach weil sich in so einem kleinen Land wie Luxemburg etwas bewegen muß; vielleicht sogar bei den heiligen Öffnungszeiten!? Entsprechende Äußerungen - “vielleicht 18:30 oder 19:00 Uhr” (man höre und staune) - habe ich jedenfalls vom Vorsitzenden des Verbands der Geschäftleute in Luxemburg Stadt in den RTL-Abendnachrichten am Sonntag vernommen.

Nun ja, man wird sehen. Ich hoffe jedoch, daß sich die die Dinge zum besseren ändern werden - für Luxemburg; und für mich.

Okt 22 2007

// der elfte moment

Filed under: luxemburger momente, luxemburger kultur

# Luxemburg Stadt / Im Wald zwischen Cents und Neudorf / Sonntag, 21.10.2007, 14:19h

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Okt 18 2007

// Luxemburg - hier ist man smart, hier arbeitet man hart!

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Zwei Studien in Bezug auf Luxemburg sind in letzter Zeit durch den hiesigen Blätterwald gerauscht. Zum einen ist es eine von der Gewerkschaft LDGB zitierte Studie von “Robert Half Finance & Accounting” und zum anderen eine Studie der TU Wien zur Qualität “kleinerer Großstädte”, sogenannter “Smart Cities”.

Glaubt man der Pressemitteilung der Gewerkschaft LCGB, so hat Luxemburg laut einer Studie der Arbeitsvermittlung “Robert Half Finance & Accounting” mit durchschnittlich 47,1 Wochenstunden die höchsten Arbeitszeiten aller Finanzplätze weltweit und hängt damit Bankenplätze wie die Schweiz (36,4 Wochenstunden), New York (41,1 Wochenstunden) und London (42 Wochenstunden) locker ab.
Leider konnte ich die zitierte Studie im Internet nicht finden - man scheint sie auch nur bei der betreffenden Gewerkschaft in Luxemburg und den die Pressemitteilung widergebenden luxemburger Medien wahrgenommen zu haben. Die Ergbnisse erscheinen mir jedenfalls mehr als fragwürdig. Wie kann es beispielsweise die Schweiz auf durchschnittlich 36,4 Wochenstunden bringen, wenn dort die normale Arbeitszeit schon 42 Stunden beträgt? Auch, daß man in Luxemburg durchschnittlich länger als in London oder New York arbeitet kann ich mir - bei aller Liebe zu Luxemburg - nicht vorstellen.

Meine sehr subjektive Erfahrung von verschiedenen Bankplätzen an denen ich bereits gearbeitet habe - und auch das was ich von Bekannten und Freunden höre - ist jedenfalls eine ganz andere (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel). Im ersten Moment dachte ich mir, man hätte vielleicht die Anzahl der Urlaubstage mit den Wochenstunden vertauscht; aber vielleicht hat man auch einfach den Luxemburgern nicht gesagt, daß die Fahrt zum Arbeitsplatz und eine zweistündige Mittagspause nicht als Arbeitszeit zählen? Wie auch immer: Sollte ein Leser dieser Worte die Studie zur Hand haben, würde ich mich über die Zusendung sehr freuen! Vielleicht hat ja die Gewerkschaft einfach nur was durcheinander gebracht, weil der Chef zur Kur mußte.

Die Studie der “Smart Cities” widerum ist frei im Internet zugänglich - sie erscheint in ihrer Aussage auch weit fundierter. Luxemburg wird hier vor allem aufgrund seiner Wirtschaftskraft auf einem hervorragendem ersten Platz geführt. Interessant fand ich zu lesen, daß in der Rubrik “Smart People” und hier vor allem bei der Flexibilität und Kreativität Luxemburg recht schlecht abschneidet, was meine - auch wieder sehr subjektiven Erfahrungen - zum Teil bestätigt. Kreativität entsteht eben vor allem dort, wo man sich nicht sofort alles kaufen kann und auf anderem, kreativem Weg zum Ergebnis kommen muß.
Trotzdem ein tolles Ergebnis, über welches sich Luxemburg freuen kann - auf dem es sich aber bitte nicht ausruhen soll!

Links:
European Smart Cities
Pressemitteilung der Gewerkschaft LCGB (Französisch)

Okt 06 2007

// der zehnte moment

Filed under: luxemburger momente

# Luxemburg Stadt / Parc de Merl / Samstag, 06.10.2007, 11:23h

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Sep 29 2007

// mobil in Luxemburg ohne Auto!?

Filed under: luxemburger worte

Nun habe ich mich schon oft in diesem Blog mit dem Thema Mobilität in Luxemburg auseinandergesetzt. Klar ist, daß es vielen Bewohnern dieser Stadt nicht im Leben einfallen würde, sich auch einmal mit dem Bus oder Fahrrad fortzubewegen. Besser ist aber, daß die Stadtverwaltung erkannt hat, daß Luxemburg unweigerlich dem Verkehrskollaps entgegensteuert, wenn nicht Alternativen zum Autoverkehr geschaffen werden.
Während der “Woche der Mobilität” stellte die Stadt Luxemburg einige Neuerungen vor. Über die meiner Meinung nach “erwähnenswertesten” möchte ich nun berichten.

Neu ist ab sofort die Möglichkeit ein Busticket per SMS zu kaufen. Dazu sendet man einfach eine SMS mit der Nachricht “a” an die Nummer 64 222. Das Ticket kostet genau so viel wie ein Papierticket. Um die Kosten der SMS (25 Cent) auszugleichen, bekommt man nach 10 auf diese Weise erstandenen Fahrscheinen zwei umsonst. Neu ist auch “Call-a-bus”. Unter der Nummer 4796-4796 kann man einen Bus an eine Haltestelle beordern, der einen dann zu einer beliebigen Haltestelle in der Stadt bringt. Das kostet €5, ist allerdings - und das ist der Kritikpunkt an der Sache - nur montags bis freitags 9:00 bis 20:00 Uhr möglich. Immerhin ein Anfang!
Was mich allerdings am meisten gefreut hat ist der Umstand, daß die Stadt Luxemburg die Fahrradwege besser ausbaut und zudem im Stadtgebiet Fahrradverleihstationen aufbauen wird, an denen man sich gegen eine kleine Gebühr Fahrräder mieten kann. Das ganze funktioniert mit Automaten - der Verleih sollte also rund um die Uhr möglich sein.
Zusammenfassend läst sich sagen, daß sich zwar noch vieles ändern muß (vor allem die “Autofahrermentalität” vieler Einwohner) und Luxemburg was den öffentlichen Verkehr angeht leider noch der Zeit hinterher ist, entsprechend gute Angebote aber die besseren Argumente liefern und manch einen zum Umsteigen bewegen werden.

Links:
Mobilitéit.lu - Seite der Mobilitätszentrale mit Fahrplanauskunft
Karzoo - Suche nach Mitfahrgelegenheiten bzw. Möglichkeit diese anzubieten
Night Rider - Kostengünstige Möglichkeit sich von jedem beliebigem Punkt in ganz Luxemburg (Land!) zu einer Veranstaltung o.ä. und wieder nach Hause bringen zu lassen

Sep 29 2007

// der neunte moment

Filed under: luxemburger momente

# Luxemburg Stadt / Hamilius / Samstag, 22.09.2007, 10:21h

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Aug 23 2007

// die Schueberfouer holt Luxemburg aus dem Sommerschlaf

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Jetzt ist also wieder Schueberfouer (zu deutsch Schobermesse). Zum 667.(!) Mal findet dieses im Jahr 1340 begründete Volkfest in Luxemburg statt und buchstäblich das gesamte Land zieht es in die Hauptstadt während mancher Anwohner des Glacis am Limpertsberg, wo die Messe stattfindet, die Flucht ergreift. Auf den ersten Blick ist die Schueberfouer ein “ganz normaler” Jahrmarkt mit den üblichen Fahrgeschäften und auch einigen Marktständen an denen man viel nötiges und unnötiges kaufen kann. Allerdings hat die Messe, wie ich erfahren durfte, für alle Luxemburger eine viel wichtigere Bedeutung: Man trifft sich dort zumindest einmal im Jahr, auch wenn man sonst über ganze, große Land verstreut wohnt. So ist es auch nicht verwunderlich, daß Luxemburg Stadt in der Zeit der Schueberfouer vor Leben förmlich explodiert. Nach dem doch - selbst für luxemburger Verhältnisse! - immer ziemlich ruhigen August, in dem die gesamte Stadt auf einmal Ferien zu machen scheint, ist man so etwas kaum noch gewohnt!
Grundsätzlich bin ich kein großer Fan solcher Volksfeste; ich finde aber, daß man sich die “Fouer” schonmal antun kann und sogar muß. Sie gehört zu Luxemburg einfach dazu. Positiv ist mir bei meinen letztjährigen, erstmaligen Besuchen aufgefallen, daß das Publikum in der Mehrzahl recht angenehm ist und man mit deutlich weniger Menschen “von den extremen Rändern der Gesellschaft” (um es mal ganz vorsichtig zu formulieren) konfrontiert wird, als dies bei vergleichbaren Veranstaltungen in Deutschland oder anderen Ländern der Fall ist.
Was ich mich allerdings immer wieder bei solchen Großveranstaltungen in Luxemburg frage: Wo verstecken sich diese ganzen Menschenmassen sonst das Jahr über? Wo um alles in der Welt sind sie an einem gewöhnlichen Sonntagnachmittag in Luxemburg Stadt und Land? Ich werde die Frage weiter an dieser Stelle ergründen…

Links:
www.fouer.lu
www.funfair.lu
Infos zur Schobermesse bei Wikipedia